Private Krankenversicherung

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Private Krankenversicherung (PKV) – Vergleich

Die private Krankenversicherung ist eine Kranken­­voll­ver­siche­rung, sie wird von mehr als 40 privat­wirtschaftlichen Versicherungen angeboten. In Deutschland sind rund 9 Millionen Menschen privat versichert, denn das PKV-System bietet eine Menge Vorteile. Die private Kran­ken­versicherung – für wen ist sie sinnvoll und für welche Berufsgruppen lohnt sie sich besonders? Leistungs­unter­schiede zwischen den Anbietern sowie tausende Tarife und Tarif­kom­bi­nationen machen einen Vergleich wertvoll, um so den besten Versicherungsschutz zu erhalten.

Kurz und knapp – Das Wichtigste zur PKV

Vorteile
Nachteile
Merkmale
PKV

Beitragsrückerstattungen

Beitragsanpassungen

keine Beitragsgarantie

Vorkasse mit Kostenerstattung

Altersrückstellungen

Gesundheitsprüfung

Private Krankenversicherung – Kosten und Leistungen vergleichen

Der Gesetzgeber hat eine Krankenversicherungspflicht mit Beginn des Jahres 2009 festgeschrieben. Aber die meisten Menschen haben recht konkrete Vorstellungen, wie sie ihre Gesundheit am besten schützen wollen. Während die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) dabei wenig Spielraum lässt, haben privat Krankenversicherte hier einen klaren Vorteil: Vor allem die Leistungen und der Versicherungs­umfang bestimmen neben Beruf, Alter und Gesundheitszustand, wie viel die eigene gesundheitliche Absicherung letztlich kostet.

Als Faustregel gilt im Allgemeinen: Je jünger und gesünder, desto geringer ist der Beitrag in der privaten Krankenversicherung.

Was kostet die private Krankenversicherung?

Zunächst muss entschieden werden, welche Art Tarif man wählen möchte: Die PKV bietet mehrere Tarifvarianten und Tarifklassen, die sich häufig in den Leistungen und damit im Preis unterscheiden. Neben den Kompakttarifen, deren Leistungsspektrum vorgegeben ist, stehen auch Modultarife zur Verfügung. Einzelne Bausteine lassen sich ganz individuell und nach den persönlichen Wünschen zusammensetzen. Der Preisunterschied zwischen den Tarifen und Personen­gruppen kann mehrere Hundert Euro betragen. Die verschiedenen Angebote miteinander zu vergleichen ist daher sehr sinnvoll, um sich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu sichern.

  • bieten Privatpatient-Status zu einem deutlich günstigeren Preis, mit guten Leistungen auf mindestens GKV-Niveau
  • Meist entfällt die Altersrückstellung, aber der Selbstbehalt ist höher
  • Betrag für Selbständige schon ab etwa 200 Euro, für Angestellte sogar ab knapp 150 Euro(Eigenanteil); Tarife für Beamte entsprechen eher Komfort- und Premiumtarifen
  • bieten umfangreiche Leistungen zu einem oft sehr guten Preis-Leistungsverhältnis
  • Preis-Unterschiede häufig durch Abweichungen bei der Höhe der Selbstbeteiligungen oder Erstattungen für weitere Leistungen
  • Beitrag für Selbständige schon ab ca. 265 Euro; für Angestellte ab knapp 150 Euro; für Beamtenanwärter ab knapp 60 Euro; Beamte ab etwa 150 Euro
  • bieten die beste medizinische Behandlung und decken die Leistungen am umfangreichsten ab, die Preisspanne ist sehr hoch
  • Kosten für Selbständige: ab etwa 500 Euro PKV-Beitrag; Angestellte: knapp 250 Euro Eigenanteil
  • Beamtenanwärter und Beamte zahlen, je nach Beihilfe-Zuschuss ab etwa 65 Euro bzw. 170 Euro
  • sollen Beitragssteigerungen im Alter entgegenwirken; mit Überschussbeteiligung
  • konstante Beitragsentlastung: fester Betrag; Inflation & Kostenanstieg bleiben außer acht
  • dynamische: frei wählbare Summe mit fest­gelegten Jahresintervallen zur Erhöhung; Ausgleich von Inflation & Beitragssteigerung

Die Beitragshöhe in der PKV orientiert sich neben den Leistungen auch am Alter. So kann der Arbeitnehmeranteil für einen 30 Jahre alten privatversicherten Arbeitnehmer, je nach Anbieter und Tarif, zwischen knapp 150 bis etwa 350 EUR liegen. Bei einem älteren Arbeitnehmer ab 50 Jahren wird der Eigenanteil der PKV-Kosten schon deutlich höher liegen. In diesem Alter ist eine Preisspanne zwischen knapp 300 bis circa 650 EUR oder sogar darüber möglich.*

 

*Bei den Preisbeispielen handelt es sich um Anfragen bei den Versicherern für gesunde Musterkunden im jeweils angegebenen Alter ohne Vorerkrankungen. Der Preis kann für einzelne PKV-Versicherte davon abweichen. Angefragt wurden: Allianz, Axa, Barmenia, Debeka, DKV, Central und Signal Iduna

Die wichtigsten Leistungen in der Privatversicherung

Die Leistungen in der PKV sollen einen grundlegenden Gesundheitsschutz gewährleisten. Die Versorgung von Privatpatienten geht in vielen Fällen allerdings weit darüber hinaus: kürzere Wartezeiten, schnellere Terminvergabe bei Fachärzten, modernste medizinische Behandlungen vom Chefarzt oder eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer sind häufig Bestandteil eines guten PKV-Tarifs. Allerdings variieren die Leistungen je nach Anbieter und standardmäßigem Tarif. Dement­spre­chend deutlich kann sich der Leistungsumfang im Vergleich zu der gesetzlichen Krankenversicherung unterscheiden. Zu den wichtigsten Leistungen für eine gute Gesundheitsversorgung gehören:

Wie berechnen sich PKV-Tarife?

Während es in der gesetzlichen Krankenversicherung festgesetzte Beiträge gibt, die sich lediglich im Zusatzbeitrag der Kassen minimal unterscheiden, setzen sich PKV-Tarife unter anderen anhand folgender Kriterien zusammen:

PKV Beitrag für Rentner – Wie sich die Kosten senken lassen

PKV-Tarife für finanzielle Notlagen

Standardtarif-versichert vor 2009
Basitarif-versichert ab 2009
Notlagentrarif

Dabei handelt es sich um einen Sozialtarif, der von allen PKV-Unternehmen angeboten werden muss. Wer nur über ein geringes Einkommen verfügt, hat die Option diesen Tarif zu wählen – wenn er mindestens zehn Jahre in der PKV versichert ist und bereits vor 2009 eintrat. Mehr zum Standardtarif

Der Private Krankenversicherung Vergleich – Warum er sich lohnt

Es gibt über 40 Versicherungsunternehmen (Liste), die als Mitglieder im PKV-Verband organisiert sind. Wer sich für eine private Kranken­kasse interessiert, sieht sich einer unglaublich großen Auswahl an Tarifen und Tarifoptionen gegenüber. Die Angebote verschiedener Anbieter und deren Tarifvarianten zu vergleichen, ist daher dringend geboten. Dabei selbstständig und ohne fachkundige Beratung eine Entscheidung treffen zu wollen, ist nahezu unmöglich. Zur Unterstützung ist ein PKV-Vergleich sinnvoll, der von Profis begleitet wird.

 

Erste Anhaltspunkte für eigene Erkundungen kann dabei der Blick auf aktuelle PKV Test liefern. Hier erhalten Anbieter und auch deren Tarife entsprechende Bewertungen, die eine grobe Aussage zur Qualität eines Privatversicherers, einzelner Tarife oder Tarifkombinationen treffen kann. Die persönliche Sichtweise sollte jedoch vor allem das gewünschte Leistungsspektrum und den monatlichen Beitrag einbeziehen, da diese dauerhaft den Tarif und damit die Beitragskosten in der PKV bestimmen. Folgende Aspekte spielen häufig eine Rolle bei der Bewertung der PKV-Tarife durch Fachleute:

PKV-Unternehmen

  • Finanzielle Stärke
  • Bilanz am Finanzmarkt
  • Stabilität der Beiträge
  • Kosten der Verwaltung

Tarife & Tarifkombinationen

  • Höhe des Beitrags
  • Umfang der Leistungen
  • Bedingungen des Vertrages
  • Verhältnis von Preis zu Leistung

Testinstitute & Ratingagenturen

Bekannte Verbraucherschützer betonen ebenso wie gute private Krankenversicherer, wie wichtig ein Vergleich der Versicherungen ist, die für einen längeren Zeitraum abgeschlossen werden. Dies trifft auf die Private Krankenversicherung besonders zu, da sie den Kunden sogar ein ganzes Leben lang begleiten soll. Aus diesem Grund ist ein Versicherungsvergleich unabdingbar!

„[…] Besonders bei der Kranken­versicherung spielen aber auch viele weitere Kriterien bei der Auswahl eines privaten Krankenversicherers und geeigneter Tarife eine relevante Rolle. Dies sind zum Beispiel die Beitragsentwicklung, Tarifkontinuität – sprich wie viele Tarife hat der Versicherer auf den Markt gebracht – sowie sein Verhalten […] bei der Leistungsregulierung.”

Aus Bund-der-Versicherten-Broschüre „Gut versichert in der privaten Krankenversicherung“ von Februar 2019; online abgerufen am 30.09.2019

Vergleichen: Mit Beitragsvergleich und Tarifvergleich in die Privatversicherung

Günstiger Beitrag oder bester Tarif? Der Weg in die PKV wird beeinflusst durch die persönlichen Wünsche und finanziellen Möglichkeiten. Beim Vergleich der privaten Krankenversicherungen sollten folgende Gesichtspunkte beachtet werden:

Mehr zur PKV erfahren?

Unsere Leser fragen – wir antworten: Die beliebtesten FAQ

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Weitere Tipps der Redaktion

Wer kann sich privat krankenversichern?

Private Krankenversicherung Voraussetzungen – Wann man in die Private kann

Bei einer privaten Krankenversicherung handelt es sich um eine Versicherung auf freiwilliger Basis. Jede beschäftigte Person kann sich privat versichern, sofern die Regelungen für die freiwillige Krankenversicherung auf sie zutreffen. Dazu gehören beispielsweise Beamte, Selbständige und Studenten. Auch Angestellte haben die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung einzutreten. Hierbei muss jedoch das gesamte Bruttoein­kommen innerhalb eines Jahres oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegen, die jährlich neu ermittelt wird und 2020 bei 62.550,00 Euro liegt. Im Jahr 2021 soll die Grenze weiter ansteigen auf voraussichtlich 64.350,00 Euro.

 

Die JAEG ist nicht zu verwechseln mit der Beitragsbemessungsgrenze, die für die Berechnung des Krankenkassenbeitrags in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung von Bedeutung ist.

Voraussetzungen & individuelle Vorteile nach Berufsgruppen

Beamte können sich ohne große Voraussetzungen und unabhängig vom Verdienst versichern lassen. Darüber hinaus haben sie in vielen Fällen Anspruch auf Beihilfe vom Dienstherren. Dieser übernimmt zwischen 50-80% der Aufwendungen, sodass sich die Beitragskosten für Beamte erheblich reduzieren.

 

Vorteile für Beamte:

  • Beihilfe-Berechtigung zwischen 50 bis 80% für Versicherte und deren nicht berufstätige Familienangehörige
  • Für Ehepartner und Kinder ist durch diesen staatlichen Zuschuss in der PKV gesorgt
  • Beamte oder Beamtenanwärter benötigen zur vollständigen Absicherung lediglich eine sogenannte Restkostenversicherung

TIPP für Angestellte und Studenten

Wer seine gesetzliche Krankenversicherung für einen Wechsel in die PKV kündigen möchte, kann dieses immer zum Ende eines Monats tun. Zum ersten Semester eines Studiums oder bei Arbeitgeberwechsel gilt das Beginndatum.

Wer kann sich privat krankenversichern?

Private Krankenversicherung: Kündigung oder Wechsel?

Ob Unzufriedenheit mit dem Leistungspaket oder drastische Beitragserhöhungen – es gibt verschiedene Gründe, eine private Krankenversicherung wechseln oder sogar kündigen zu wollen. Hierbei sollten Versicherte sich besonders gut informieren, denn nicht immer ist ein Wechsel vorteilhaft. Vor allem im Bezug auf die Alters­rück­stel­lungen haben Verbraucher das Nachsehen und müssen mit Verlusten rechnen. Wer seine PKV dennoch kündigen möchte, sollte dies fristgerecht tun, um Probleme mit der Krankenversicherung zu vermeiden. In manchen Fällen ist auch eine außerordentliche Kündigung möglich, Versicherungs­nehmer sollten bereits im Vorfeld prüfen, ob sie die nötigen Bedingungen erfüllen.

Tarifwechsel in der PKV
PKV-Anbieterwechsel
Von der PKV zurück in die GKV

Dabei handelt es sich um einen Sozialtarif, der von allen PKV-Unternehmen angeboten werden muss. Wer nur über ein geringes Einkommen verfügt, hat die Option diesen Tarif zu wählen – wenn er mindestens zehn Jahre in der PKV versichert ist und bereits vor 2009 eintrat. Mehr zum Standardtarif

Fristen in der PKV für Wechsel und Kündigung

Für die Kündigung einer privaten Krankenversicherung gibt es nicht nur verschiedene Gründe, sondern es sind auch bestimmte Fristen einzuhalten. Die Bedingungen und Unterschiede für eine reguläre – also ordentliche Kündigung – im Gegensatz zu einer außerordent­lichen Vertragsbeendigung, auch Sonderkündigung genannt, werden im Folgenden erklärt:

Ordentliche Kündigung vs. Sonderkündigung

Eine PKV ist in der Regel zum Ablauf des Kalenderjahres oder Versicherungsjahres nach 18 Monaten mit einer 3 Monats-Frist kündbar (§ 178h, 1 VVG). Dabei muss die Mindestvetragslaufzeit beachtet werden. Mehr auf PKV Kündigung

Versicherte haben laut Sonderkündigungsrecht (§205 VVG) die Möglichkeit, außerordentlich zu kündigen. Damit dieses Recht jedoch greift, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die Gründe und mehr sind zu erfahren auf PKV-Kündigung.

TIPP: Bei Beitragserhöhung kündigen

Im Falle von Beitragserhöhungen oder Änderung der Leistungen darf ebenfalls außerordentlich 2 Monate nach Bekanntgabe des neuen Beitrags gekündigt werden!

Mehr Informationen zur PKV:

Liste Private Krankenversicherungen – Übersicht Anbieter

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Liste der gesetzlichen Kassen (GKV)
Anbieter im Überblick PDF 275 kB

 

Liste der privaten Kassen (PKV)
Anbieter im Überblick PDF 178 kB

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