Einheimisches Superfood

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Superfood: Heimische Alternativen zu Chiasamen, Açai und Co.

Superfoods sind der neue Trend in den Supermarktregalen. Sie peppen herkömmliche Lebensmittel wie Brote, Müsliriegel und Smoothies auf oder werden selbst als Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel- oder Pulverform angeboten. Jedoch macht sich neben den angepriesenen Wirkwundern auch immer mehr Kritik breit, bei der vor allem exotisches Superfood für Furore sorgt.

Was ist Superfood?

Superfood ist ein nicht geschützter Begriff aus dem Marketing und beschreibt „Lebensmittel, […] die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“ (EUFIC, 2012). Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts soll der Begriff Superfoods erstmals verwendet worden sein. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Apfelessig, Aloe Vera Gel und Nonisaft früher genauso hochgelobt wurden wie heute Chiasamen und Moringa.

Chiasamen und Co. – Kritiken und gesundheitliche Bewertung

Superfoods sind in aller Munde und können herkömmliche Rezepte bereichern und geschmacklich aufwerten, sofern sie in ihrer natürlichen Form verwendet werden. Gesundheitsbewusste Esser lieben sie, Verbraucherschützer hingegen mahnen zur Vorsicht. Dabei stehen primär exotische Superfoods in der Kritik.

Heimisches Superfood als Alternative

Quelle: SWR-Marktcheck — Heimisches Superfood: Das können Kohl, Beeten und Co

In Hinblick auf die Definition von Superfood finden sich auch in Deutschland viele Lebensmittel, die als solches deklariert und mit den Wirkweisen der Exoten verglichen werden können. So sind dunkle Beeren (Brom-, Holunder-, Blau- und Apfelbeeren), Kirschen, rote Weintrauben und Rotkohl mit ihren hohen Anthocyan-Gehalten eine gute Alternative zu Açai-Beeren. Anstelle von Chiasamen liefern heimische Leinsamen ebenfalls viele Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe. Der große Vorteil heimischen Superfoods ist jedoch, dass viele der Kritikpunkte hinfällig werden. Die Umweltbelastung ist weitaus geringer, Standards in der Landwirtschaft sind gegeben und gewährleisten die Sicherheit der Lebensmittel sowie faire Arbeitsbedingungen, die deutsche Wirtschaft wird gefördert und Ihr Geldbeutel geschont.

Was ist gesünder oder hat eine bessere Wirkung? Welches Produkt ist preiswerter?

Wir haben verglichen:

Wir haben verglichen:

Goji-Beeren vs. Brennnessel

Unter Kräuterliebhabern und Natur­heil­kundigen gilt die Brennnessel als „Königin der Heilpflanzen“. Käuflich erwerben können Sie sie zwar nicht, dafür wächst die Pflanze in der Natur in Hülle und Fülle. Damit die Brennnessel ihrem Namen keine Ehre macht, sollten Sie beim Sammeln Gartenhandschuhe tragen und sie vor der weiteren Verarbeitung mit lauwarmen Wasser waschen. Die Brenn­haare fallen dadurch zusam­men. Junge Brennnesseln werden bestenfalls von März bis Mai geerntet. Die jungen Pflanzen haben einen kräuter­ähnlichen, frischen Geschmack. Bei älteren Brennnesseln nimmt der Gerbsäure­anteil entscheidend zu und der Geschmack wird beeinträchtigt.

Inhaltsstoffe je 100 g
Goji-Beeren (getrocknet)
Brennnessel

Protein

12,0 g

7,37 g

Vitamin C

15,0 mg

333,0 mg

Beta-Carotin

8,55 μg

2400,0 μg

Vitamin B (B1 bis B3)

5,75 mg

1,15 mg

Magnesium

100,0 mg

80,0 mg

Eisen

11,0 mg

4,12 mg

Kalzium

800,0 mg

713,0 mg

Preis der Goji-Beeren

3,75 E/100 G

(Alnatura)

Preis der Brennnesseln

0,00 E/100 G

(aus der Natur)

Wirkungen Goji-Beeren (getrocknet)

Wirkungen Brennnesseln

Rezept: Brennnessel-Kerbel-Suppe

4 Portionen

 

  • 400 g junge Brennnessel
  • 1 Handvoll Kerbel
  • Salz
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 1 Schuss trockener Weißwein
  • 200 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Schlagsahne
  • Muskat
  • Olivenöl
  • Kürbiskernöl
  • saure Sahne
 
 

Zubereitung

 

1. Brennnesseln und Kerbel lauwarm waschen und verlesen. Etwas Kerbel zum Garnieren zurück behalten. In Salzwasser etwa ein bis zwei Minuten blanchieren, abgießen, kalt abschrecken, abtropfen lassen und hacken. Zwiebel und Knoblauchzehen schälen, fein würfeln und in einem Topf in heißer Butter anschwitzen. Mehl darüber sieben, aufschäumen lassen und mit Weißwein ablöschen. Kartoffeln schälen und würfeln. Zusammen mit der Brühe und Sahne in den Topf geben.

 

2. Etwa 15 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Alles fein pürieren. Um eine sämige Suppe zu erhalten, je nach Bedarf etwas Brühe nachfüllen oder die Suppe weiter köcheln lassen.

 

3. Mit Salz und Muskat abschmecken. Auf Tellern anrichten, mit Ölen beträufeln und Nocken aus saurer Sahne sowie den Kerbelblättern garnieren.

 

Nährwert pro Portion
373 kcal, 10 g Eiweiß, 30 g Fett, 14 g Kohlenhydrate

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